Laschet bleibt optimistisch für NRW

„Ich bin optimistisch, dass NRW mittelfristig wieder im oberen Drittel der wirtschaftlich stärksten Bundesländer zu finden ist“. Diese Einschätzung begründete Ministerpräsident Armin Laschet mit den von der neuen Landesregierung unter seiner Führung eingeleiteten Maßnahmen, darunter das „Entfesselungspaket“ von aus seiner Sicht überflüssigen Bürokratie, der Stärkung der Infrastruktur sowie der Forcierung der Digitalisierung. Laschet machte seine Ausführungen in einem Vortrag am 21. März auf Einladung der Wirtschaftspublizistischen Vereinigung. Im Anschluss daran stellte er sich unter der Moderation des WPV-Vorsitzenden Michael Gassmann den Fragen der rund 50 anwesenden Mitgliedern. (Foto: Ralph Goldmann/WPV)

Allein für den Ausbau des schnellen Internets seien 7 Milliarden Euro bereitgestellt worden. Speziell im ländlichen Raum sollen damit die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft verbessert werden. Laschet wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass NRW über wachstumsstarke „Hidden Champions“ gerade im ländlichen Raum verfüge, die sich sogar weitaus dynamischer entwickelten als die aus den in der Öffentlichkeit meist genannten Regionen Bayern oder Baden-Württemberg.

Das Ruhrgebiet müsse durch Förderung von Ausbildung gerade auch im nichtakademischen Berufen sowie Mobilitätsanreizen soweit gefördert werden, dass es wieder Anschluss an die Entwicklung finden könne. Laschet warnte im Übrigen in der Energiepolitik vor überhasteten Maßnahmen und mahnte „Maß und Mitte“ beim gleichzeitigen Ausstieg aus Kohle, Braunkohle und Atomkraft an. Rationalität forderte er auch in der Frage des diskutierten Fahrverbotes für Dieselfahrzeuge und verwies darauf, dass die modernsten Dieselmotoren ökologisch für längere Zeit gegenwärtig immer noch unschlagbar seien, zumindest solange bis das Thema Speicherkapazität und Ladezeiten nicht gelöst sei.

Laschet kündigte im Übrigen die Einberufung einer neuen Ruhrkonferenz an, die im Hinblick auf die in diesem Land mit der Schließung der letzten Zeche nach 200 Jahren zu Ende gehenden Epoche der Kohleförderung neue Perspektiven für die Region entwickeln solle.

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Jürgen Pitzer
Schriftführer WPV
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