Pressekonferenzen als Präsenzveranstaltung weiter gefragt

Unternehmen bevorzugen nach wie vor Präsenzpressekonferenzen, wenn sie wichtige Nachrichten verbreiten wollen. Dies ergab eine Untersuchung der WPV Wirtschaftspublizistische Vereinigung, Düsseldorf, über das Kommunikationsverhalten beim inzwischen abgeschlossenen Geschäftsberichtsjahrgang 2016. Demnach haben alle DAX 30 Unternehmen weiter ihre Jahrespressekonferenzen zur Veröffentlichung der Bilanzzahlen des Geschäftsjahres als Präsenzveranstaltungen ausgerichtet, mit einer Ausnahme: Die Continental AG, Hannover.

Das Unternehmen hatte vor zwei Jahren damit begonnen, die Bilanzpressekonferenz umzustellen und als Telefonkonferenz zu organisieren. Dies hatte damals zu einer breiten Diskussion unter den Kommunikationsverantwortlichen in den anderen Unternehmen und den Medien geführt. Abgeschlossen ist diese Diskussion noch keineswegs, wie eine jüngst unter den 170 Mitgliedern der WPV veranstaltete Umfrage ergab. Demnach werden zwar der Präsenzkonferenz von Journalisten wie Kommunikationsverantwortlichen nach wie vor hohe Präferenzen im Hinblick auf Glaubwürdigkeit und Informationstiefe zugebilligt. Allerdings zählt für die Telekonferenz als wichtiges Argument die Einsparung von Kosten. Dies gilt sowohl für die Etats der Unternehmen wie auch die Reisebudgets der Medien, die zudem über immer kürzere Personaldecken klagen. Ein Hinweis auf die Aktualität des Themas ist auch die Abkehr von der Präsenzkonferenz bei der Haniel AG, die in diesem Jahr erstmals die Telefonkonferenz einsetzte. Die WPV will daher dieses Thema demnächst zum Gegenstand einer ihrer Dialog-Veranstaltungen machen, bei der Medienvertreter und Unternehmenskommunikatoren aktuelle kontroverse Themen diskutieren.

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Jürgen Pitzer
Schriftführer WPV
Wirtschaftspublizistische Vereinigung e.V. Düsseldorf
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